Deutsche Jugendmeisterschaften Gerätturnen – Medaillenregen für unsere Kaderturner/innen

(Text: stb.de,Schwäbischer Turnerbund: DJM: „STB-Heimspiel“ mit zehn Titel geschmückt) Die weiblichen Nachwuchsturnerinnen aus dem Kunst-Turn-Forum des Schwäbischen Turnerbunds haben beim „DJM-Heimspiel“ zehn Titel errungen. Insgesamt kam das „STB-Team“ auf 18 Medaillen bei der vom TSV Berkheim perfekt organisierten Veranstaltung.

Am Wochenende (28./29. November) wurden in der Schiller-Schule des Esslinger Stadtteils die nationalen Titelkämpfe der Jugendturnerinnen ausgetragen. Wegen der Coronavirus-Krise durften nur Landes- und Bundeskadermitglieder daran teilnehmen. Die Felder waren deshalb kleiner als gewohnt. 

Die Jüngsten in den Altersklassen (AK) 12 und 13 wussten Bundesnachwuchstrainerin Claudia Schunk sehr zu gefallen. „Da waren richtig tolle Leistungen zu sehen, und auch in der Breite gab es ein gutes Niveau“, sagte Schunk. Dass sich die Talente durch bestimmte Elemente einen Bonus verdienen konnten, habe sich ausgezahlt. Das erklärt auch die hohen Punktzahlen. Marlene Gotthardt erkämpfte sich einen vierten Platz.

Vor den Augen von Sylvio Kroll, der als Vizepräsident des DTB für den Olympischen Spitzensport verantwortlich ist, setzte sich in der AK 13 die Schwäbin Meolie Jauch (Spvgg. Holzgerlingen) mit  52,70 gegen Lea Wartmann (TuS Chemnitz-Altendorf  (51,70) und der zweiten STB-Vertreterin Amelie Pfeil (TG Böckingen/49,85) durch und fügte diesem ersten Titel auch noch die drei am Sprung, Barren und Boden hinzu.

Bei den Altersklassen 14 und 15 am nächsten Tag waren die Fehlerquoten höher als bei den Jüngeren. In der AK 14,  in der verletzungsbedingt keine STB-Turnerinnen am Start waren, siegte Salina Bousmayo vom KLZ Düsseldorf mit 46,75 Punkten vor Julia Dumrath (TV Herkenrath/45,75) und Finia Friedländer (SC Berlin/44,25). Im ältesten Jahrgang kam Karina Schönmaier (BW Buchholz) laut Schunk „sauber und ordentlich“ durch ihr Programm, büßte aber vor allem am Barren über einen fehlenden Kammgriff Punkte ein. Im Endresultat landete sie mit 48,65 Punkten vor der Chemnitzerin Lea Marie Quaas (48,35) und Lona Häcker (TSV Berkheim/47,75). Häcker sicherte sich neben dieser Bronzemedaille noch den DM-Titel am Sprung.

„Die Wettkämpfe waren super organisiert“, lobte Schunk den ausrichtenden TSV Berkheim. Die Hygienevorschriften wie die Maskenpflicht für alle, die nicht gerade am Gerät waren, seien durchweg eingehalten worden. Die Turnerinnen hatten während ihres Durchgangs einen festen Platz auf der Tribüne. Sobald dieser beendet war, wurden die Plätze sorgfältig für die nächsten Starterinnen desinfiziert.

(Text: stb.de,Schwäbischer Turnerbund: Erfolgreiches Wochenende für Turner des STB )Auch die Turner mussten bei ihren Wettkämpfen ohne Zuschauer auskommen. Der Ausrichter TV Wetzgau hatte alles sehr gut organisiert, Turner und Trainer zeigten sich im Umgang mit den Bestimmungen, darunter das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, ebenso diszipliniert wie die Kampfrichter und die Wettkampfleitung. „Das Hygienekonzept wurde zu 100 Prozent umgesetzt“, lobte Milbradt.

Die Leistungen litten darunter offenbar nicht. Obwohl das Training durch die Einschränkungen für alle Athleten zwischenzeitlich schwierig geworden war, resümierte der 51-Jährige in der Spitze einen Leistungsanstieg im Vergleich zum vergangenen Jahr. Milbradt führte das darauf zurück, dass die Kaderathleten frühzeitig wieder ins individuelle Training einsteigen konnten und die Heimtrainer mit ihnen gute Arbeit leisteten. „Kompliment dafür“, sagte der Coach. Zudem habe man bei den Älteren bereits im Juni wieder die Lehrgänge aufgenommen, und obwohl der DTB später die Teilnahme an den Junioren-Europameisterschaften im Dezember absagte, sei die Aussicht, daran womöglich teilzunehmen, für viele eine besondere Motivation gewesen, deren Wirkung bis heute vorhalte. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Lage auch bald wieder internationale Wettkampfauftritte zulässt“, sagte Milbradt.

In der Altersklasse (AK) 17/18 stellte er positiv heraus, dass gleich drei Turner im Sechskampf je einmal ein Resultat über 80 Punkte lieferten. „Das ist im Jugendbereich schon etwas Besonderes“, betonte Milbradt. Nach zwei Kürdurchgängen sicherte sich in diesem Dreikampf um die Podestplätze Nils Matache (SC Berlin) mit insgesamt 158,45 Punkten den Titel vor Valentin Zapf (TSV Unterföhring/157,80) und Arne Halbisch (TSV Baltmannsweiler/156,80).

In der AK 15/16 dominierte Timo Eder (MTV Ludwigsburg) die Konkurrenz mit 131,425 Punkten aus Pflicht und Kür und hob sich dabei vor allem am Pauschenpferd (13,65) und am Barren (13,30) vom Rest des Feldes ab. Dort sowie an den Ringen und am Reck sicherte er sich dann auch die Einzeltitel.

In der AK 13/14 entschied Jukka Nissinen (Eintracht Frankfurt) mit 136,375 Punkten das Duell mit Jonas Eder (MTV Ludwigsburg/134,775) für sich und war auch an Boden, Pauschenpferd, Ringen und Barren der Bessere.

Großen Zuspruch erfuhr der Livestream im Internet, wo man sich nach Wunsch jede Übung oder auch die fachkundig moderierte Fassung einzelner Vorträge anschauen konnte.

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