„Stepping forward“ – Eine Welt in Bewegung

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Das Thema Flucht und Migration ist inzwischen allgegenwärtig und beschäftigt nicht nur die Politik, sondern auch jede/n Einzelne/n. Doch für viele sind die Geschichten der Menschen, die häufig auf schweren und gefährlichen Wegen nach Europa kommen, (noch) weit entfernt und abstrakt. Um einige dieser Geschichten greifbarer zu machen, tourt die Filmemacherin Ulrike Kübler zurzeit mit Unterstützung der „Share-Foundation“ durch Schulen, um mit Schülerinnen und Schülern über das Thema ins Gespräch zu kommen.

Drei Menschen, die schon vor einigen Jahren aus ihren Heimatländern geflüchtet sind, stellte die Regisseurin in ihrem Dokumentarfilm „Stepping forward“ in zwei neunten Klassen am Wiggy vor.  Konate, Naima und Ali sind drei junge Menschen, die auf Malta angekommen sind und dort seit Jahren leben. Im Film berichten sie über ihre Wege nach Europa, ihren Alltag, der oft von Rassismus und struktureller Benachteiligung geprägt ist, und von ihren Träumen für die Zukunft. Durch die drei Geschichten bekam das Thema Migration an diesem Freitagvormittag ein Gesicht.

Im Anschluss an den 45-minütigen Film hatten die Schüler/innen zunächst einige Fragen an die Filmemacherin. Neben der Genfer Flüchtlingskonvention und den sich daraus ergebenden rechtlichen Grundlagen interessierten sich die Klassen vor allem für das Schicksal der vorgestellten Menschen. Es wurde deutlich, mit welchen Problemen sie Tag für Tag konfrontiert werden; ebenso wurde aber auch klar, welche Herausforderungen Malta als Europas kleinster Staat zu meistern hat. Dennoch wurde klar, dass ein Perspektivwechsel bei allen Schwierigkeiten ein Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen Welt sein kann.

M. Lübke

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