Skilandheim

Das Skilandheim

2018

 

RAP der Stufe 9

„Mein Haus, meine Regeln, mein Block“,

Alle müssen schlafen gehen, wenn der Lehrer anklopft.

Gregors Nerven liegen blank, denn wir machen ihn bankrott,

Salen fährt in den Tellerlift rein wie ein Rammbock.

Gregor bleibt gechillt, denn es war keiner,

kaputtes Fenster, Billard-Raum, doch wir fahr´n weiter.

Paddy verreckt, ich hab Schmerzen wie kein zweiter,

dass wir nicht alleine fahren dürfen, geht uns auf den Zeiger.

Tisch-Tennis, Billard und Poker spiel´n,

merkt ihr eigentlich, was wir alle für ne Show abzieh´n.

Mittwoch, Juli brettert beim Aprés Ski

und wir fahren dann ins Krankenhaus mit dem Taxi.

Lehrer gegen Schüler, Herr Pohl gegen Nils,

Schnee im Gesicht, der Schmerz, der sitzt tief.

Nahom, Ken und Nil gegen mich und die Billard-Queen,

was für ein Tag – Wir sind ein gutes TEAM!

*** Refrain beginnt ***

Wir chillen in der Gufl

Und das ganz bequem,

doch wenn uns die Lehrer rufen,

müssen wir Ski fahren gehen.

Ist doch ganz egal,

wenn uns die Leute auf der Piste schief anseh´n

und wem´s nicht passt,

der kann einfach wieder geh´n.

*** Refrain wiederholen ***

Ab und zu hat man einen schlechten Tag.

Nach dem Frühstück

gibt´s mehr Ansagen

als auf Tanzverbots Kanal.

Ich glaub, ich dreh am Rad,

oh Gott..ich weiß noch,

Mathe-Aufgaben bei Herrn Schad,

nein – Spaß, ich nehm Sie nur etwas auf den Arm.

Nicht zu vergessen,

die Mädels sind brav wie immer,

außer eine –

die schleicht sich nachts aus ihrem Zimmer.

*** Refrain 2x ***

„Happy Birthday“ an die Geburtstagskinder,

wir feiern jetzt, dass wird die Schmerzen lindern.

Das Lehrer-Team kann uns nicht daran hindern,

NEIN, nichts kann uns behindern.

                                                                       Hadi Zreik

Skilandheim 2017


Diese außerunterrichtliche Aktivität in Klasse 9 ist Bestandteil unseres Schulcurriculums und ist im Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg verankert. Dieser Aufenthalt vermittelt den Schülerinnen und Schülern, neben dem Erlernen einer Sportart mit anerkannt hohem Freizeitwert, eine Vielzahl anderer, im Hinblick auf die weitere Entwicklung unersetzliche Erfahrungen.

Alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 können an diesem besonderen Natur- und Gruppenerlebnis in Tulfes/Tirol teilnehmen. Betreut werden die Schülerinnen und Schüler von Kolleginnen und Kollegen, sowie externen qualifizierten Schneesportexperten.
Neben Ski- und Snowboardkursen für Anfänger, Fortgeschrittene und Könner bieten wir für interessierte Schülerinnen und Schüler Schneeschuhwanderungen an, die den Kindern das Naturerlebnis aus einer anderen Perspektive ermöglichen.

Eine Woche lang sind wir im Haus Gufl am Tulferberg direkt neben der Skipiste untergebracht. Dies ermöglicht uns den Skitag voll auszunutzen und diesen am Abend mit gemeinsamen Aktivitäten im Aufenthaltraum ausklingen zu lassen.

Diese und weitere erlebnispädagogischen Unternehmungen prägen die Stufengemeinschaft nachhaltig und haben positive Auswirkungen auf die sozial-emotionale Beziehung zwischen den Schülerinnen und Schülern über den einwöchigen Aufenthalt hinaus.

Seit über 30 Jahren ist dies ein „Highlight“ an unserer Schule an den sich Generationen von Ehemaligen noch gerne zurückerinnern.

Über den Aufenthalt in Tulfes im Februar 2017 schreibt Laura aus der 9a:

„Nach drei Jahren (seit dem Schullandheim in Kl. 6) endlich wieder! Für die neunte Jahrgangsstufe unserer Schule hieß es Ende Februar 2017 wieder „ab nach Tulfes“, einem wunderschönen Ort in Österreich mit Ausblick auf die weite Welt.

Dieses Mal lag der Fokus ganz auf Sport – dem Skisport. Das ist das, was unser WiGGY ausmacht: Erfahrungen sammeln, egal, ob bei Sport, Spiel oder einfach nur zusammen in der Gemeinschaft.

Nach einer für ein Schullandheim typischen, langen Busfahrt kamen wir endlich im Haus Gufl, unserer Hütte mitten auf einem Berg, an. Neben dem Haupt-Tagesthema Ski hatten sich die Begleitlehrer/innen je nach Wetter und noch vorhandener Kraft viel Programm drumrum einfallen lassen: Ein Spiele-Abend beispielsweise, bei dem wir die Liebe für Brettspiele wieder entdeckten, oder ein lustiger Kinoabend, anregende, aber dennoch spaßige Wettbewerbe für die Stärkung des Teamgeistes, ein Turnierabend oder ganz klischeehaft ein Heartbreaker Ball, bei dem nicht nur das Tanzen im Fokus stand, sondern auch unzählige Nachrichten in Papierform verschickt wurden. Dies alles zeigte uns, dass man auch ohne Handy eine tolle Zeit haben kann.

Wir konnten uns auch ausruhen nach einem anstrengenden Skitag und den atemberaubenden Ausblick vom Berg genießen. Beim Entdecken, des für einige Jugendlichen neuen Sports, war es unseren Sportlehrern, die uns begleitet haben, sehr wichtig, niemanden zu über- oder unterfordern. Aus diesem Grund gab es verschiedene Gruppen. Neben dem Ski- oder Snowboard fahren an sich, wurde viel Wert auf verschiedene und wichtige Techniken gelegt, die zum sicheren Fahren nötig sind. Am Ende hat dies auch gut funktioniert und nach dieser ereignisreichen Woche, kann jeder von sich behaupten, etwas Neues gelernt zu haben.

Da es sich beim Schneesport um keine ungefährliche Sportart handelt, sind Verletzungen und Erkrankungen verständlicherweise vorprogrammiert, doch auf unserem „Hausberg“ in Tulfes, gab es immer jemanden, der hinter uns stand, egal ob auf der realen Piste oder im übertragenen Sinne. Wir fühlten uns wirklich aufgehoben und umsorgt, wie von unserer eigenen Familie. Mit anderen, da bin ich mir sicher, wäre es nicht annähernd so lustig geworden.“

(Anm. d. Redaktion: Text gekürzt)